Eine Kugel, zwei Flipperhebel und jede Menge Technik: Die Schülerinnen und Schüler der Schüleringenieursakademie (SIA) 2025/2026 hatten sich in Zusammenarbeit mit der Hochschule Esslingen und den Kirchheimer Schulen „LUG“ und „Schloss“ ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Sie wollten einen kompletten, funktionsfähigen Flipperautomaten von Grund auf selbst entwickeln. Von der ersten Idee über die Gestaltung bis hin zu Mechanik, Elektronik und Programmierung lag das Projekt in ihren Händen. Als Thema wählte die Gruppe „Voltron“, angelehnt an die gleichnamige Achterbahn im Europa-Park.
Bis die Kugel über das Spielfeld rollen konnte, war allerdings einiges an Entwicklungsarbeit nötig. In Kleingruppen entstanden die einzelnen Komponenten, die schließlich zu einem funktionierenden Gesamtsystem zusammengefügt werden mussten. Dabei zeigte sich: Wenn ein Bauteil für sich allein funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass es auch mit allen anderen zusammenspielt. Absprachen, gemeinsames Testen und geduldige Fehlersuche waren deshalb ebenso gefragt wie technisches Geschick.
Für besondere Spannung sorgten die Solenoide – elektromagnetische Antriebe, die die Flipperhebel und die Abschussvorrichtung bewegen sollten. Deren Zuverlässigkeit stellte die Gruppe immer wieder auf die Probe. Zwischen „Das müsste jetzt eigentlich gehen!“ und dem nächsten Versuch wurde nachgebessert, angepasst und erneut getestet. So wurde aus der Planung Schritt für Schritt ein spielbarer Automat.
Am Ende konnte sich das Ergebnis sehen und vor allem spielen lassen: Ein selbst entwickelter Flipper im Voltron-Design, in dem die Arbeit vieler Einzelteams zusammenkam. Bis auf den gelegentlichen Wackelkontakt stand dem Spielspaß nichts mehr im Weg. Und während die Kugel über das Spielfeld sauste, wurde deutlich, wie viel sich mit Ausdauer, Teamarbeit und einer guten Portion Tüftelgeist auf die Beine stellen lässt.

Von Robin Schnell